Widerstand lohnt sich im Interesse der Belange vor Ort - Die Pferdewirtausbildung bleibt Rudolstadt erhalten

Veröffentlicht am 08.08.2016 in Arbeit & Wirtschaft

Rudolstadt. Heute verstreicht die Widerspruchsfrist für den Vergleich zwischen Landkreis und dem Land Thüringen beim Verwaltungsgericht in Gera. "Ich glaube nicht, das Bildungsministerin Klaubert das Risiko einer Niederlage vor Gericht eingeht. Der getroffene Vergleich zeigt, dass die handwerklichen Fehler der Bescheide des Landes gravierend sind. Ich freue mich, dass Landrat Wolfram den gerichtlichen Weg bestritten hat und somit Erfolg hatte. Noch im April hatte die für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Marion Rosin mit einem offenen Brief die Entscheidung des Bildungsministeriums zum Ende dieses Ausbildungszweiges heftig kritisiert und um Akzeptanz für die Argumente der Region bei der Linken-Bildungsministerin Klaubert geworben.  

„Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes unterstütze ich vollends. Es freut mich für die Region, dass der Widerstand Wirkung gezeigt hat,“ so Rosin. Die Beschulung der Pferdewirte ist für die kommenden zwei Schuljahre ohne jede Voraussetzung, wie bspw. Mindestschülerzahlen, garantiert. Mit dem Schuljahr 2018/2019 muss der Landkreis in seiner Funktion als Schulträger jedoch gewichtige Argumente anbringen, um den Bestand der Ausbildung selbst bei geringen Schülerzahlen zu sichern. „Es liegt nun an allen Beteiligten in den kommenden Jahren die hierfür notwendigen und zukunftsfähigen Strukturen zu schaffen. Für den Erfolg dieses Prozesses werde ich mich auch weiterhin einsetzen.“

Würde die Pferdewirtausbildung aus Rudolstadt verschwinden, „wäre dies ein schwerer Schlag, sowohl für das größte Haflingergestüt Europas in Meura, als auch für die darauf aufbauende Tourismuswirtschaft“, führt Rosin weiter aus - blickt aber letztlich positiv in die Zukunft des Berufs in Thüringen. Der Vergleich vor dem Verwaltungsgericht ist das Ergebnis konsequenten politischen Engagements: „Diese positive Dynamik ist sehr wichtig für unsere Region“, freut sich die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, „und sollte genutzt werden.“

 

Homepage Marion Rosin

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