SPD Rudolstadt zur Neunutzung des ehemaligen Rudolstädter Krankenhauses

Veröffentlicht am 17.06.2015 in Allgemein

Die vom BfR-Mitglied und ehemaligen Landrat Hartmut Holzhey initiierte Umnutzung des ehemaligen Krankenhauses in Rudolstadt nimmt langsam Gestalt an. Für die SPD Rudolstadt war das Anlass, dieses Thema auf ihrer letzten Sitzung ausgiebig zu behandeln. Positiv zur Kenntnis genommen wurde, dass in dem jetzt von Landrat Marko Wolfram vorgelegten Konzept die Bürgerbedenken zur medizinischen Versorgung des Rudolstädter Ostens berücksichtigt wurden. Mit dem angestrebten Erhalt der heute dort befindlichen Augenarztpraxis, Hebammenpraxis, Ambulanten Pflegedienst, Dialyse-Gemeinschaftspraxis, Deutsche Rheuma-Liga und dem Fahr-/Mietwagendienst Mrozek, dem angestrebten Weiterbetreiben der Tagesklinik für Psychiatrie und der Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) sowie der Verlagerung der bislang in der Gartenstraße angesiedelten zwei Hausarzt-, zwei Kinderarzt- und einer Psychiatrische Praxis des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) der Thüringen-Kliniken ist hier eine gute medizinische Versorgung gegeben. 

 

 

Den größeren Teil der Diskussion aber nahm die zweite Nutzung des Geländes als Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber ein. Hier stehen mit einer Unterbringung von bis zu 342 Flüchtlingen größere Aufgaben an. Und dies ist nicht nur, wie man in Rudolstadt gerne hört, eine Zuständigkeit des Kreises. Neben solchen Dingen wie zusätzlichen Kindergartenplätzen, erste Anlaufstelle im Einwohnermeldeamt und dazugehörigen Sprachproblemen, der medizinischen Versorgung vor Ort und vielem mehr gilt es schlicht, die hier ankommenden und dann auf längere Zeit auch hier lebenden Menschen in die Stadt zu integrieren. Nur daran darf man sich messen lassen. Und was in Städten passieren kann, die sorglos nach dem Prinzip "das wird sich schon richten" vorgehen, muss hier nicht gesondert geschildert werden.

 

Als einer der wesentlichen Punkte wurde eine vernünftige personelle Betreuung der Asylbewerber seitens des Landkreises identifiziert. Dies darf nicht nur ein rein verwaltungsmäßiges Vorgehen umfassen, sondern muss auch auf ethnische Besonderheiten, sprachliche Barrieren und den ganz normalen Alltag eingehen, der in den Ursprungsländern der Asylbewerber in vielen Fällen völlig anders funktioniert. Einfache Dinge wie "wo kaufe ich was ein", "wie finde ich einen Arzt, wenn ich krank bin und was brauche ich dafür", "wo bekomme ich Kleidung für den Winter", "wer kann mir ein Dokument übersetzen oder einfach nur vorlesen" sind für viele dieser Menschen Probleme, die wir uns gar nicht vorstellen können. Die Einrichtung einer Stelle vor Ort, die hier unterstützt und die auch die vielen Aktivitäten, die von Rudolstädter Bürgerinnen und Bürgern zur Unterstützung und Integration der Asylbewerber in das tägliche Leben unternommen werden, ist aus unserer Sicht daher unerlässlich. Auch eine Vermittlung von Patenschaften, die auch nur themenbezogen sein können, wäre hier anzusiedeln. Ein weiterer Punkt ist die Suche nach Personen unter den Asylbewerbern, die möglichst als Mittler auftreten können und diese entsprechend zu qualifizieren. Sei das nun durch zusätzlichen Sprachunterricht oder die Schulung in speziellen Themen, die die Integration betreffen. Auch das Thema Integration in den Arbeitsprozess sollte nicht vergessen werden. Mit den Neureglungen im Asylverfahren wird es früher als bisher für Asylbewerber möglich sein, eine Arbeit anzunehmen. Im Zuge des inzwischen auch in Rudolstadt auftretenden Fachkräftemangels wird im besonderen das ortsansässige Gewerbe und die Industrie gefragt sein, sich auch hier nach passenden Mitarbeitern umzuschauen bzw. bei entsprechenden Qualifizierungen zu unterstützen. 

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass hier alle in Stadt und Kreis politisch und gesellschaftlich Handelnden gefragt sind. Wir als SPD Rudolstadt wollen auf jeden Fall unseren Teil zum Gelingen einer menschenwürdigen Integration beitragen.

 

 

Homepage SPD Rudolstadt

Suchen

Shariff

Aktuelle-Artikel