Marion Rosin: Zukunft des Technischen Denkmals "Historischer Schieferbergbau Lehesten" muss gesichert sein!

Veröffentlicht am 01.06.2016 in Bildung & Kultur

Der Träger dieser musealen Einrichtung, die Stiftung „Thüringer Schieferpark Lehesten“, steuert ohne Hilfe „Dritter“ unaufhaltsam auf eine Insolvenz zu. Begründet ist dies in der unzureichenden Finanzausstattung zur Deckung der auflaufenden Fixkosten sowie hoher Abschreibungen auf die historischen Gebäude, wie Stiftungsvorstand und ehemaliger „Kumpel“ Helmut Färber berichtete: „Die Lohnkosten der unentbehrlichen Museumsführer können nur über Eintrittsgelder und Souvenirverkauf aufgebracht werden. Ein weiterer Fördermittelantrag vom Januar 2016 betrifft das Modelldorf, das aus 12 handgefertigten Häusern sowie einer Kirche besteht und von der Lehestener Dachdeckerschule in die Stiftung eingebracht wurde.

Es fehlt Geld für neue Fundamente, damit in diesem Jahr erneut zwei Häuser errichtet werden können. Die SPD - Landtagsabgeordnete Marion Rosin machte sich letzten Sonntag ein Bild vor Ort. "  Ich habe mich bereits mehrfach bei der grünen Umweltministerin Siegesmund nach dem Bearbeitungsstand erkundigt,“ so Rosin, die hofft, „dass uns endlich ein Signal erreicht, wie über den Antrag entschieden wird. Man benötigt vor Ort dringend die gewünschten rund 1.200€.

Anlass für den Besuch war unter anderem die Wiedereröffnung der Naturparkausstellung sowie der neuen Lampenstube, die mit Fördermitteln des Landesamts für Denkmalschutz historisch renoviert wurde und einen Einblick in die Arbeit der ehemaligen Bergarbeiter bietet. 
Allein, das entschlossene Engagement der ehemaligen Bergleute wird nicht ausreichen, um dieses einmalige Stück Heimat weiterhin zu erhalten. „Wir benötigen tatkräftige Unterstützung, hauptsächlich finanzieller Art“, so Färber. Daher unterstützt Marion Rosin den „Historischen Schieferbergbau Lehesten“ weiterhin bei der Beantragung von Fördermitteln: „Aber auch die Menschen der Region, und darüber hinaus, können zum Erhalt dieses einmaligen Industriedenkmals beitragen, indem sie dieses vor Ort besuchen und sich selber ein Bild von den zahlreichen attraktiven Angeboten machen.“ Der Schiefer aus Lehesten wurde ehemals weltweit verkauft und galt gemeinhin als der beste der Welt. Der ehemals circa 20 ha umfassende Tagebau wandelte sich mittlerweile zum „Schiefersee“ um und ist mit klarem Wasser gefüllt. Als zentraler Bestandteil des Geoparks „Schieferland“ ermöglichen zudem zwei leicht begehbare Geopfade, 4km und 0,8km lang, die anschauliche Darstellung der Bergbauzeugnisse inmitten der Natur.


Anmeldungen für Führungen sind unter folgender E-Mail möglich: denkmal-Lehesten@t-online.de. Besonders für Schulklassen dürfte das Erleben von Heimat, Natur und Handwerk ansprechend sein.

 

Bild: SPD-Landtagsabgeordnete Marion Rosin im Gespräch mit Helmut Färber - im Hintergrund das Modelldorf auf dessen Fördermittel beide dringend warten

 

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